Kooperationen

Cyberheroes & #Unitedagainsthate

Wie können Jugendliche mit zivilcouragiertem Handeln und öffentlich sichtbaren Gegenreaktionen auf Online Hass und digitale Gewalt reagieren?

Jugendliche begegnen in digitalen Medien häufig Hass im Netz, Cyber-Mobbing und anderen Formen digitaler Gewalt. Maßnahmen wie gezieltes Löschen, Blockieren oder Sperren von User-Accounts haben sich bisher als wenig effektiv erwiesen. Eine andere Möglichkeit ist es, mit zivilcouragierten und öffentlich sichtbaren Gegenreaktionen, sogenanntem Counter Speech, gegenzusteuern und damit ein klares Zeichen zu setzen, dass Hass im Netz und digitale Gewalt nicht toleriert werden.

Welchen Gestaltungsideen Jugendliche haben, auf negative Inhalte im Internet zu reagieren und wie sie gemeinsam und nicht alleine gegen Online Hass vorgehen können, hat ein Team des Instituts für Soziologie der Universität Wien im Rahmen der Forschungsprojekte Cyberheroes und #UnitedAgainstHate in umfangreichen Studien unter 14 bis 19-jährigen Jugendlichen durchgeführt.

Damit wurde erstmals eine umfassende empirische Datenbasis zum Counter Speech Verhalten Jugendlicher unter Verwendung innovativer Methoden geschaffen. Durchgeführt wurden Online Rollenspiele, eine Inhaltsanalyse von YouTube-Kommentaren, ein Online Feld-Experiment, partizipative (digitale) Aktionsforschung sowie quantitative und qualitative Befragungen.

Das Mauthausen Komitee Österreich und weitere PartnerInnen entwickelten für beide Projekte auf Basis der empirischen Erkenntnisse Informations-, Schulungs- und Trainingsangebote, um Counter Speech und Online Zivilcourage unter Jugendlichen gezielt zu fördern.

In der Abschlussveranstaltung der Forschungsprojekte Cyberheroes und #UnitedAgainstHate wurden zentrale Ergebnisse vorgestellt und im Rahmen von Workshops und Informationsständen diskutiert.

Studie Zivilcourage 2.0

Zusätzlich zu den bereits gesetzten Schwerpunkten zu Zivilcourage ONLINE in den Zivilcourage-Trainings arbeitet das MKÖ seit dem Jahr 2017 gemeinsam mit dem Institut für Soziologie der Universität Wien, Safer Internet und dem Bundeskriminalamt am Projekt "Zivilcourage 2.0". Das Institut für Soziologie der Universität Wien hat gemeinsam mit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien / Krems in einer umfangreichen Studie mit 14- bis 19-Jährigen zum Thema Zivilcourage 2.0 befragt.

Die am Projekt mitwirkenden PraxispartnerInnen ÖIAT, Mauthausen Komitee Österreich und Büro für Kriminalprävention und Opferhilfe des Bundeskriminalamts haben die Studie mit ihren Praxiserfahrungen unterstützt. Auf Basis der empirischen Erkenntnisse wurden Informations-, Schulungs- und Trainingsangebote entwickelt, um Online Zivilcourage unter Jugendlichen gezielt zu fördern. Am 21. Februar wurden die Ergebnisse der dazu durchgeführten Studie präsentiert.

Flyer für Jugendliche "Trau dich und greif ein!"

Dieser Flyer von ÖIAT kann in Klassenstärke bestellt werden. Er gibt Anregungen, wie man für andere online einstehen kann ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.

Quiz für Jugendliche zwischen 11-16 Jahre

Das Zivilcourage Quiz kann gemeinsam im EDV Saal, am Handy oder für sich alleine gemacht werden. Der Quiz gibt Ideen, wie in welchen Situationen reagiert werden könnte.

Fotos der Abschlusspräsentation und erste Eindrücke der neuen Angebote