Begriffe Zivil.Courage.Online

A (1) | C (2) | D (1) | F (1) | G (3) | H (4) | I (1) | L (2) | M (2) | R (3) | S (5) | T (2) | V (1) | W (1) | Z (2)

Cyber Hate | Hass im Netz

Der Begriff Cyber Hate / Hass im Netz bedeutet die Verbreitung von diskriminierenden Aussagen im Internet.

Das können Beleidigungen oder verletzende Aussagen sein, aber auch sich immer wieder über jemanden lustig zu machen, bis hin zu aggressiven Aussagen oder Drohungen.

Verwendet werden dazu alle Formen der Kommunikation im Internet, vor allem aber Postings auf Webseiten wie Instagram, TikTok oder Facebook, Kommentarspalten und Nachrichten auf Messengern.

Cyber-Mobbing

Wenn eine Person über einen längeren Zeitraum regelmäßig und gezielt schikaniert wird, sprechen wir von Mobbing. Wenn diese Angriffe im Internet stattfinden, von Cyber-Mobbing.

Ziel ist es, die Betroffenen abzuwerten und auszugrenzen. Das kann zum Beispiel durch unterschwellige Aggressionen, verächtlichmachende Äußerungen oder Beleidigungen geschehen. Sich über eine Person lustig zu machen, das Verbreiten von falschen Anschuldigungen bis hin zu Drohungen und physischer Gewalt, sind weitere Mobbing-Strategien.

Besonders problematisch: Inhalte verbreiten sich im Internet rasend schnell. Was einmal im Netz veröffentlicht ist, kann oft nicht mehr gelöscht werden.

Beispiele für Cyber-Mobbing

  • Verbreiten von Lügen, Gerüchten oder intimen Informationen in Sozialen Netzwerken, Foren oder Messengern
  • Beschimpfungen, Beleidigungen oder Drohungen auf WhatsApp, Instagram, YouTube, Facebook, etc., in Chats, per SMS oder E-Mail
  • Veröffentlichen von intimen oder peinlichen Fotos oder Videos
  • Sexuelle Belästigung oder unerwünschte Kontaktaufnahme in Chats oder Sozialen Netzwerken
  • Gehackte Accounts oder Fake-Profile
  • Ausschluss aus Gruppen oder Computerspiel-Teams

So wehrst du dich!

  • Bleib ruhig! Reagiere nicht auf Nachrichten, die dich belästigen oder ärgern - denn genau das will der/die AbsenderIn.
  • Rede darüber! Sprich mit Vertrauenspersonen über deine Probleme, z.B. mit deinen Eltern, FreundInnen oder Lehrenden - je früher, desto besser. Kostenlose und anonyme Hilfe erhältst du auch bei 147 Rat auf Draht.
  • Melde Belästigungen! Informiere BetreiberInnen der Website oder des Sozialen Netzwerks über Personen, die dich belästigen. In schlimmen Fällen kannst du auch die Polizei einschalten.
  • Sperre NutzerInnen, die dich belästigen! In den meisten Sozialen Netzwerken gibt es die Möglichkeit, bestimmte Personen zu blockieren.
  • Sichere Beweise! Fertige Screenshots von unangenehmen Nachrichten, Bildern oder Chats an. So kannst du den Personen, die dir helfen, besser erklären, worum es genau geht.

Tipp

  • Sei vorsichtig bei der Weitergabe persönlicher Daten (E-Mail-Adresse, Wohnadresse, Handynummer oder private Fotos) im Internet.
  • Verwende Passwörter, die nicht leicht zu knacken sind (z.B. lbegFvFM?#!) und gib deine Zugangsdaten niemandem weiter.
  • Schütze deine Privatsphäre in Sozialen Netzwerken: www.saferinternet.at/leitfaden

Wenn du mitbekommst, dass andere belästigt werden, dann schau nicht weg! Unterstütze Mobbing-Opfer! Manchmal hören die Beleidigungen schnell auf, wenn der/die TäterIn merkt, dass das Opfer nicht alleine gelassen wird.

Du weißt nicht, wie du helfen kannst oder wirst selbst gemobbt? Hol dir Hilfe bei Vertrauenspersonen, z.B. deinen Eltern, Geschwistern, FreundInnen, Lehrenden oder auch bei der Notrufnummer 147 Rat auf Draht.